• "Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gerne hätten."

    Suzanne Clothier

Zucht im RZV

Der Rassezuchtverein für Hovawart Hunde e. V. (RZV) ist wie eingangs erwähnt ein Mitglied des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH), der dem Dach der Federation Cynologique International (FCI) unterliegt.

Voraussetzung für den Züchter:

-Vereinsmitgliedschaft

-Teilnahme an einer zweitägigen Züchterschulung des RZV (Genetik, Praxis der Zucht, von der Planung bis zur Abgabe der Welpen, Einführung Dogbase, Ernährung der tragenden und säugenden Hündin, Ernährung der Welpen)

-Zuchtstättengenehmigung durch Zuchtwart

-Schutz eines Zwingernamens

-Einhaltung der Zuchtordnung

 

Zuchtvoraussetzungen – Elterntiere:

Alle Hunde, die zur Zucht eingesetzt werden, müssen zwei vereinseigene Zuchtprüfungen, in der Regel eine Jugendbeurteilung (JB) und eine  Zuchttauglichkeitsprüfung (ZTP) vor einem zweiköpfigen Körkollegium ablegen und bestehen. Bei den vorgestellten Hunden werden das Erscheinungsbild und die Wesensfestigkeit genauestens überprüft.

Hovawarte aus anderen FCI-Verbänden mit deren Ahnentafeln müssen die untenstehenden Zuchtvoraussetzungen des RZV erfüllen. Von FCI-Spezialzuchtrichtern  der Rasse Hovawart werden Ausstellungsergebnisse dieser Hunde anerkannt.

Auch müssen sich alle Zuchthunde rassespezifischer Gesundheitskontrollen unterziehen, wie z. B. das HD-Röntgen, sowie Untersuchungen auf erbliche Augenkrankheiten.

Alle Zuchttiere dürfen nur mit dem HD-Röntgenbefund A+B Zuchtverwendung finden, diese Ergebnisse bedeuten in der Tiermedizin frei von Hüftgelenksdysplasien. Ein vereinsunabhängiger, neuer Gutachter (GRSK- Gesellschaft für Röntgendiagnostik) wertet nun seit 01.01.2015  Röntgenbilder zentral, nach neuen Kriterien aus und fertigt Röntgenbefunde an, die wie oben beschrieben in Einstufungen 1 und 2 unterteilt sind.

Frei von erblichen Augenerkrankungen müssen Befunde aller Elterntiere lauten, diese werden von einem spezialisierten Tierarzt (DOK-Dortmunder Ophthalmologen-Kreis) nach Untersuchungen erstellt  werden.

Ein Ausstellungsergebnis mit mindestens „gut“ muss zudem erbracht werden.

Eine Herzuntersuchung ist ab 20 Monaten empfohlen, diese wird von einem spezialisierten Tierarzt des CC (Collegium Cardiologicum) vorgenommen. Durch eine freiwillige Untersuchung kann die Herzgesundheit mittels (Hochleistungs-)ultraschallgerät und drei Herzsonden untersucht werden. Dazu liegen die Tiere auf einem weichgepolsterten Spezialtisch in Seitenlage. Die Untersuchungszeit beträgt in etwa 15-30 Minuten.

 

Der RZV bedient sich außerdem einer Zuchtwertschätzung. Dabei fließen alle Daten, die zu einem Hund, z. B. über die Auswertung eines Röntgenbildes, durch das Ausstellen eines Hundes auf Zuchtschauen, Eigenschaften und Anlagen des Hundes, z. B. bei einer Nachzuchtbeurteilung (NZB) gewonnen werden, in eine computergestützte und umfangreiche Datenbank ein.

Die Bekämpfung der Hüftgelenksdysplasie (HD) wurde vom RZV als einen der ersten Vereine forciert, jahrzehntelänge Zuchtbeschränkungen und die gezielte Auswahl der Zuchtpartner zahlten sich aus, sodass der Hovawart als großwüchsige Rasse, überwiegend gesunde Hüften hat.

Als Züchter finde ich es deshalb vorbildlich, wenn Sie:

-ein freudlicher, liebevoller und aktiver Partner an der Seite ihres Hundes werden, diesen beschäftigen und fördern ohne zu überfordern

-Mitglied im RZV werden (Wissenswertes rund um den Hovawart, Beziehen der Vereinszeitschrift, freiwillige Teilnahme an Zuchtveranstaltungen wie z.B.  JB (Jugendbeurteilung) und ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung)

- ihren Hund im Alter 12-15 Monaten HD-Röntgen lassen (wichtige Information  für Zuchtwertschätzung)

-den Hund bei einer Nachzuchtbeurteilung (NZB) vorstellen (wichtige Informationen für Zuchtwertschätzung)

 

Der Zwingername „von Biondisanti“ wurde mit der Nr. 2543 von der F.C.I. international geschützt (FCI 455/2016).